Dieser Bericht erschien bereits 2012 in der News des DOESC.

Bei unseren zurückliegenden Würfen hatten wir die Welpen ab der vierten, fünften Woche mit einer Kombination aus Fertigfutter, magerem Rindfleisch und verschiedenen Zutaten ernährt, doch bei den 3 Jungs und den 6 Mädels unseres F-Wurfs hatten wir uns dazu entschlossen, auf die Fertigfutterbestandteile zu verzichten und von Anfang an ausschließlich Rohfutter zu verwenden.

 

Mit dem Zufüttern begannen wir etwa ab der dritten Lebenswoche. Wir fingen mit etwas Welpenmilch an, am ersten Tag erst einmal nur ein wenig zum Üben, am nächsten Tag dann schon etwas mehr und nach drei Tagen hatten alle das Schlabbern gelernt und wir gingen zu Grießbrei über.

Anfangs etwas dünnflüssiger, nahmen wir nach ein, zwei Tagen pro Mahlzeit für die neun Welpen ca. 50 Gramm Pomps Kindergrieß auf ca. 0,6 Liter fettarme Milch (anfangs Welpenmilch und später 1,5-prozentige Milch). Das ganze wurde nach Packungsbeilage aufgekocht und dazu gab es einen Schuss Möhrensaft und für alle zusammen einen Teelöffel voll Honig und ein Messbecherchen Knochenmehl.

Mit zunehmendem Gewicht steigerten wir natürlich im Laufe der Zeit die Mengen entsprechend.
Hauptfutterquelle war allerdings noch immer Mamas Milchbar.
Aber schon bald, etwa im Alter von vier Wochen, begannen wir mit der Fleischfütterung.

Zu Beginn gab es zwei Tage lang Tatar (1 x am Tag, ca. 50 Gramm pro Nase), am zweiten Tag schon mit einem Teelöffelchen voll Babyfrühkarotten. Ab dem dritten Tag gab es Rinderhackfleisch vom Metzger, das wir später durch Magerfleisch aus dem Rohfutterhandel ersetzten, anfangs auch etwa 50 Gramm pro Welpe. Dazu gab es auch wieder die Frühkarotten (schon etwas mehr), etwas Knochenmehl, ein wenig Futterzusätze (Komplement oder Hokamix) und ein, zwei Tropfen Sonnenblumenöl pro Nase.

Den Grießbrei kann man auch noch für ca. eine Woche als weitere Mahlzeit, z.B. als Frühstück geben. Ab der fünften, sechsten Woche ließen wir den Grießbrei allerdings weg und gaben statt dessen Magerquark (100 Gramm pro Welpe, glattgerührt mit 1,5-prozentiger Vollmilch) mit zerdrückter Banane, Honig und Knochenmehl.

Mittags, nachmittags und abends gab es ab diesem Zeitpunkt jeweils „Vollständige Mahlzeit“ aus dem Rohfutterhandel (Rind, Pansen und später auch Huhn), jeweils mit Babygläschen oder bereits mit pürierten oder  zerstampften Karotten.

Die weiteren Zusätze (Knochenmehl, Hokamix oder Komplement, Öl) gab es immer nur bei einer Mahlzeit am Tag dazu.

Zum Schluss, mit ca. acht Wochen, bekam jeder Welpe pro Tag etwa 500 Gramm Fleischmahlzeit, verteilt auf drei Mahlzeiten am Tag, und zum Frühstück gab es immer noch  Quark mit Banane.

Alle genannten Mengen sind Richtwerte und abhängig von Größe und Gewicht der einzelnen Welpen. Bis auf die Quarkmahlzeit wurden alle anderen Mahlzeiten aus Einzelschüsseln gegeben, um einen besseren Überblick zu erhalten.

Die Mutterhündin wurde selbstverständlich ebenfalls roh ernährt und man sah ihr zu keinem Zeitpunkt an, dass sie neun Welpen geboren und großgezogen hatte. Sie bekam während der Laktation bis zu 2,5 kg Fleisch täglich, darunter fast täglich 1 Kilogramm gewolftes Rindereuter.

Besonders freut es uns, dass einige der Welpen, nachdem sie unser Haus verlassen haben, weiterhin roh ernährt werden. Bei den anderen erfolgte der Umstieg auf Fertigfutter problemlos.

Birgit und Udo Herkenroth
Bushwaggers Old English Sheepdogs
www.rohfutterkiste.de

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